Ursachen der Evolution bei Darwin

Charles Darwin hatte, laut dem US-amerikanischen Philosophen Daniel Dennett, mit der Evolutionstheorie die beste Einzelidee der Geschichte. Der 1809 geborene britische Naturforscher, Kind einer Ärztefamilie, begann ein Medizinstudium, erkannte sein Interesse an den Naturwissenschaften, wechselte zum Theologiestudium, reiste mit einem Forschungsschiff um die ganze Welt und hatte eine Idee, die die Welt verändern sollte.

Darwins Evolutionstheorie

Darwin, der zeit seines Lebens einen unheimlichen Sammelzwang hatte, kam, angetrieben durch die Funde während seiner Weltreise, auf die Idee, dass sich Lebewesen durch Variation und natürliche Zuchtwahl an ihre Umwelt anpassen. Im Volksmund wird hier von „survival of the fittest“ gesprochen, was nichts anderes als „Überleben des am besten Angepassten“ bedeutet.

In seiner Theorie beginnt Darwin mit den individuellen Verschiedenheiten, in der Biologie mittlerweile als Variation beschrieben, die innerhalb einer Generation auftreten und vererbt werden. Damit schließt er diesen Gedanken direkt an den nächsten an, nämlich an den, dass nur die am besten Angepassten weiterleben, die ihre Anpassungen und individuellen Verschiedenheiten an ihre Nachkommen weitervererbt haben.

Doch Darwin verwendet neben der natürlichen Zuchtwahl noch die sexuelle Zuchtwahl, mit der er nichts anderes als die Auswahl des Geschlechtspartners meint und sagt: „Diese Form der Zuchtwahl hängt nicht von einem Kampfe ums Dasein […] ab, sondern von einem Kampfe zwischen den Individuen des einen Geschlechts […] um den Besitz des andern Geschlechts.“[1] Das Resultat sei „eine spärlichere oder ganz ausfallende Nachkommenschaft des erfolglosen Konkurrenten.“[2]

Synthetische Evolutionstheorie: Beweise oder sterbe

Durch den Fortschritt der Wissenschaften konnte Darwins Evolutionstheorie mittlerweile verifiziert und sogar erweitert werden. In der modernen Biologie wird die Synthetische Evolutionstheorie als Standardmodell der Evolution gesehen und ständig erweitert.

Diese Evolutionstheorie beruht auf Darwins Theorie und Werk Die Entstehung der Arten und enthält alle der drei oben aufgeführten Aspekte: die Variation, die natürliche Zuchtwahl und die sexuelle Zuchtwahl, wobei letztere beiden auch als Selektion bezeichnet werden. Natürliche und sexuelle Zuchtwahl wurden durch die künstliche Zuchtwahl/Selektion erweitert, die eine vom Mensch gesteuerte Zuchtwahl ist und die Fortpflanzungserfolge der Individuen steigert.

Bekannte Anhänger und Wegbereiter der Synthetischen Evolutionstheorie waren der Zoologe und Genetiker Theodosius Dobzhansky, der Mathematiker Ronald Fisher, die Biochemiker und Genetiker J.B.S. Haldane, der Genetiker Julian Huxley, der Zoologe und Biogeograf Ernst Mayr, der Paläontologe George Simpson und der theoretische Biologe Sewall Wright.


[1] Darwin, Die Entstehung der Arten (Zitat der neuen Rechtschreibung angepasst!)

[2] Darwin, Die Entstehung der Arten (Zitat der neuen Rechtschreibung angepasst!)

Über Philipp Schneider

Noch Schüler, ab dem nächsten Jahr hoffentlich Student der Philosophie || Veröffentlichungen hier vor allem in dern Rubriken Philosophie und Deutsch, aber auch Biologie und Sozialwissenschaften
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