Globaler Terrorismus als Symptom der Globalisierung – Ein Kampf gegen die „westliche Dominanz“

Die Globalisierung bietet nicht nur große Chancen, sondern ebenso unheimliche Gefahren. Eine dieser Gefahren zeichnet sich seit Beginn dieses Jahrtausends immer deutlicher ab: der global terrorism (im Deutschen wird einfach globaler Terrorismus gesagt, der Begriff stammt allerdings aus den USA).

Al-Qaida als Prototyp

Unter globalem Terrorismus wird im Allgemeinen Terrorismus verstanden, der vor keinen Landesgrenzen zurückschreckt und international agiert. Als Prototyp eines solchen Terrorismus wird die islamische Al-Qaida verstanden, die für Attentate wie 9/11 verantwortlich ist. Auch die Entwicklung von Al-Qaida ist typisch für eine global operierende Terrororganisation: Gründung, um Guerilla- und Separationskämpfe zu unterstützen, doch dann musste die Führung erkennen, dass für die Umsetzung der Gruppenziele (Freiheit einer speziellen soziologischen Gruppe, z.B. Muslime im Fall von Al-Qaida) eine internationale Ausweitung nötig ist. Al-Qaida versteht unter Globalisierung das Übermächtig-Werden der westlichen Kultur (=westliche Dominanz) und will dagegen vorgehen, da die westliche Kultur andere Kulturen unterdrücke, insbesondere die islamische.

Terrorismus ≠  Terror

In der Öffentlichkeit werden Terrorismus und Terror als Synonym füreinander verwendet, doch politikwissenschaftlich und historisch ist dies nicht richtig. Unter Terrorismus werden Gewaltstrategien nicht-staatlicher Akteure zur Durchsetzung von politischen Zielen und Ideologien verstanden. Terror dagegen ist das Mittel von staatlichen Akteuren zu der Aufrechterhaltung eines Status quo, so wie es Gaddafi getan hat.
Auch bei der Verwendung von Mitteln unterscheiden sich Terrorismus und Terror, so setzten nicht-staatliche Akteure vor allem auf psychische Gewalt, die durch physische hervorgerufen wird, staatliche Akteure dagegen benutzen nur physische Gewalt.

Internationale Ausweitung und Bekämpfung

Großer Vorteil von global operierenden Terrororganisationen sind die dezentralen Strukturen, das heißt, dass die Führung nicht zentral an einem Ort sitzt, sondern über die ganze Welt verteilt sein kann und eine Aufspürung so umso schwerer wird. Dezentrale Strukturen haben auch den Vorteil, dass Terrorzellen in das Zielland gebracht werden können und mehrere Anschläge zeitgleich geplant werden können. Die Finanzierung erfolgt ebenfalls durch nicht-staatliche Akteure und oft durch Firmen, die durch Anschläge einen Vorteil gewinnen.
Klassische Bekämpfungsstrategien sind oft erfolgslos und da es sich um ein recht neues Symptom der Globalisierung handelt sind die Regierungen da noch recht hilf- und planlos.

Über Philipp Schneider

Noch Schüler, ab dem nächsten Jahr hoffentlich Student der Philosophie || Veröffentlichungen hier vor allem in dern Rubriken Philosophie und Deutsch, aber auch Biologie und Sozialwissenschaften
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Ein Kommentar zu Globaler Terrorismus als Symptom der Globalisierung – Ein Kampf gegen die „westliche Dominanz“

  1. Marco Padovani sagt:

    Vielen Dank!
    Dieser Artikel war sehr hilfreich. Könnte ich für den Newsletter anmelden? Ich möchte gerne über aktuelle Informationen informiert bleiben.
    Des weiteren bin ich publizistisch tätig und würde mich gerne um einen Praktikumsplatz bewerben.

    Marco Italiano

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