Cannabis

Geschichte und Herkunft

Cannabis hat eine jahrtausende alte Tradition als Nutz- und Heilpflanze. Aus China ist bekannt, dass dort bereits im frühen 3. Jahrtausend v. Chr. Cannabis angebaut wurde.
Über Indien gelangte die Pflanze in den Nahen Osten und dann über Europa bis nach Nord- und Südamerika.

Die Anbaugebiete heute liegen im Naher und Mittlerer Osten (Türkei) sowie in Thailand und Nepal.  Später wurde Cannabis als Heilmittel gegen Durchfall und Fieber sowie als Betäubungsmittel eingesetzt. In Deutschland wurde die Rauschwirkung vor allem in den 70er Jahren entdeckt.

Substanz

Hauptwirkstoff der Cannabispflanze ist Tetrahydrocannabinol, kurz THC. Bei in Deutschland gezogenen Cannabispflanzen beträgt  der THC-Gehalt nur etwa 1,5%; orientalische Sorten enthalten durchschnittlich etwa 5% THC.

In europäischen Ländern wird Cannabis vorwiegend in Form von Haschisch oder Marihuana konsumiert.  Haschisch besteht aus dem Harz der Blütenstände der weiblichen Hanfpflanze. Die dunkle, meist braunschwarze Substanz ist von harziger Konsistenz und enthält 5-12% THC. Marihuana besteht aus getrocknete und zerkleinerte Pflanzenteile der weiblichen Cannabispflanze. Meist von grünlicher, teeähnlicher Beschaffenheit mit 1-7% THC.

Konsumformen

Hierzulande wird Cannabis meist mit Tabak in einem Joint geraucht. Beim Rauchen setzt Wirkung unmittelbar ein und dauert ein bis vier Stunden an. Nach etwa 30 bis 60 Minuten erreicht man das „High“-Gefühl, welches erst allmählich ausklingt.

Effekt

Der Cannabisrausch tritt meist relativ schnell ein. Grundsätzlich werden die bereits vorhandenen Gefühle und Stimmungen – ob positiv oder negativ – durch den Wirkstoff verstärkt.

Akuten psychischen Wirkung sind eine deutliche Anhebung der Stimmungslage, Gefühl der Entspannung, der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit und gesteigerten Kommunikation. Als unerwünschte Nebeneffekte treten häufig Denkstörungen auf, dabei konzentrieren sie die Konsumenten auf Nebenreize. Als untypische Wirkungen gelten niedergedrückte Stimmung, Unruhe, Angst und Panik.

Wirkungsweise

Im Gehirn befindet sich ein Cannabisrezeptor, der durch das THC aktiviert wird.
THC verschwindet aus dem Blut relativ schnell; doch in den Fettgeweben kann der Abbau bis zu 30 Tagen dauern. Die Ausscheidung erfolgt über den Stuhl und Urin.

Risiken

Akute Risiken sind möglichen Folgen der Wirkung, z.B. Einschränkung des Konzentrations- und Reaktionsvermögen.

Die Risiken unterscheiden sich erheblich zwischen Probier- und Gelegenheitskonsum oder dauerhaften und gewohnheitsmäßigen Kosum. Außerdem spielen noch persönlichen und sozialen Risikofaktoren eine Rolle. Langfristigen Risiken sind psychischen Abhängigkeit und das amotivationale Syndrom (Antriebs- und Leistungsverlust).

Folgeschäden

Körperliche Folgen: Rauch von Cannabis enthält zahlreiche Schadstoffe und es kann zu Herz-Kreislauf- und Hormonstörungen kommen.

Psychische und soziale Folgen: Für den Konsumenten sind seelischen und sozialen Auswirkungen von Cannabiskonsum wesentlich schlimmer. Im Bereich des Denkens und Urteilens sind erhebliche Einschränkungen möglich. Der Konsument zieht sich immer mehr in sich zurück und wird sich selbst und den Aufgaben des Alltags gegenüber immer gleichgültiger: Er fühlt sich den Anforderungen der Leistungsgesellschaft allmählich immer weniger verpflichtet, aber auch immer weniger gewachsen.

Abhängigkeit

Regelmäßiger Konsum kann psychische Abhängigkeit erzeugen. Innerer Leere, Freudlosigkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen und Unruhe sind möglich.
Vegetative Symptome wie Schlafstörungen und Appetitmangel sind können auch vorkommen.

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