Tschaikowsky

Peter Iljitsch Tschaikowsky wurde am 7. Mai 1840 in Wotkinsk in Russland geboren. Sein Vater war dort Bergwerksdirektor. Seine Mutter entstammte einer musikalischen, französischen Adelsfamilie.

1848 zog die Familie nach St. Petersburg um, wo Tschaikowsky die Rechtsschule besuchte und zum Beamten ausgebildet wurde. 1854 starb seine geliebte Mutter an Cholera und die Trauer über ihren Tod begleitete ihn sein ganzes Leben lang. Mit 19 Jahren nahm er eine Stelle im Justizministerium an, die ihm nicht wichtig war. Nebenbei nahm er Klavierunterricht.

1862 gründete Anton Rubinstein das Petersburger Konservatorium. Hier begann Tschaikowsky 1863 sein Musikstudium. 1866 holte ihn Nikolai Rubinstein als Theorielehrer an das Moskauer Konservatorium. Er lernte dort viele einflussreiche Leute kennen und widmete sich ganz der Arbeit an seiner 1. Sinfonie. Diese wurde später unter dem Titel „Winterträume“ veröffentlicht. Anton Rubinstein lehnte die Sinfonie ab und weigerte sich sie aufzuführen. Von da an ging Tschaikowsky seine eigenen musikalischen Wege.

Ab 1876 wurde Tschaikowsky von der reichsten Frau Moskaus, Frau von Meck, finanziell unterstützt. Sie bezahlte ihm ein Jahresgehalt von 6000 Rubeln. Er führte einen sehr regen Schriftwechsel mit ihr, hatte sie aber nie persönlich kennengelernt. 1876 vollendete Tschaikowsky das Ballett „Schwanensee“, das nicht erfolgreich war.

1877 heiratete er, doch die Ehe hielt nur 3 Monate. 1878 gab Tschaikowsky seine ungeliebte Lehrtätigkeit am Konservatorium auf und widmete sich ganz dem Komponieren. Jetzt begann seine fruchtbarste Schaffensperiode. Er schrieb zahlreiche Sinfonien, Klavierkonzerte, Opern und Ballette. Aus dieser Zeit stammten viele seiner großen Werke, die ihn auch außerhalb Russlands bekannt machten.

Auf seinen Konzertreisen 1888 und 1889 dirigierte er seine eigenen Werke mit großem Erfolg in allen wichtigen europäischen Städten. Er kehrte jedoch immer wieder gerne in seine Heimat zurück.

1890 stellte Frau von Meck überraschend ihre finanzielle Unterstützung ein. Da Tschaikowsky auch vom Zaren ein Jahresgeld von 3000 Rubeln erhielt, machte er sich darüber nicht viele Gedanken und reiste im Dezember 1890 in die USA und wurde dort gefeiert. Zurück in Russland vollendete er 1892 sein Ballett „Nussknacker“. Die Ballettsuite wurde im Mai 1892 in St. Petersburg uraufgeführt.

Der Gipfel seines musikalischen Schaffens war die 6. Sinfonie, sein letztes Werk, das er selbst als die beste seiner musikalischen Schöpfungen bezeichnete. Die Sinfonie wurde im Oktober 1893 in St. Petersburg uraufgeführt, wo zu dieser Zeit die Cholera herrschte.

Tschaikowsky war ein überaus scheuer, sensibler Mensch. Wenn wir ihn mit all seinen Empfindungen, Schwächen und Stärken begreifen wollen brauchen wir nur seiner Musik zuzuhören. Diese ausdrucksvolle, rhythmisch, harmonisch und melodisch fesselnde Musik verkörpert Liebe und Verzweiflung, Hoffnung und Trauer.

Tschaikowsky starb am 6. November 1893 in St. Petersburg, dem heutigen Leningrad, an Cholera, weil er unvorsichtigerweise oder absichtlich verseuchtes Wasser getrunken hatte.

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