Gentechnischer Einsatz in der Landwirtschaft

Neben der Verwendung der Gentechnik in der Medizin, werden auch in der Landwirtschaft “herkömmliche“ Pflanzen oder Tiere mit anderer DNA versetzt.

Im Bereich der Gentechnik in der Landwirtschaft gibt es zwei große Unterkategorien: Zum einen die so genannte Grüne Gentechnik, die bei Nutzpflanzen durch das Einschleusen von DNA neue Merkmale erzeugt, oder unerwünschte abschaltet. Als Rote Gentechnik wird die Gentechnik mit Nutztieren bezeichnet.

Grüne Gentechnik

Zum Einschleusen von Fremd-DNA in Pflanzen wird das Bakterium Agrobacterium tumefaciens verwendet. Ursprünglich ist das Bakterium durch kleine Verletzungen an der Wurzel in eine Pflanze eingedrungen und hat dort einen Tumor induziert, indem es ein Plasmid in die Zelle der Pflanze einschleuste. Mit dem Einsatz von Gentechnik kann die DNA, die den Tumor auslöst, mit einer Fremd-DNA vertauscht und dann in die Pflanze eingeschleust werden – neben der DNA für das erwünschte Merkmal wird auch ein Marker übertragen, damit überprüft werden kann, ob die Rekombination gelungen ist. Im Labor wird zunächst die Zellwand, meistens von jungen Pflanzen, durch Enzyme abgebaut und anschließend das Plasmid eingebaut. Hat der Vorgang funktioniert, werden die Zellen durch Zellteilung vermehrt und es entsteht eine transgene Pflanze.

Beispiele

Seit 2008 sind in der EU 30 transgene Pflanzen zugelassen. Zu den meist genutzten transgenen Pflanzen zählen Sojabohne, Baumwolle, Mais und Raps, daber werden den meisten Pflanzen Resistenzen gegen Unkrautvernichtungsmittel übertragen. Aber die grüne Gentechnik wird auch eingesetzt um z.B. das “Matsch“-Enzym von Tomaten auszuschalten, damit die Tomaten länger haltbar sind.

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