Der Völkerbund

Auf Basis von Wilsons „14 Punkten“ wurde während der Friedenskonferenzen in den Vororten von Paris die Satzung eines Völkerbundes mit Sitz in Genf, in der neutralen Schweiz, ausgearbeitet, die Bestandteil aller Pariser Vorortverträge wurde.

Die Vollversammlung umfasste alle Mitglieder, also ständige Vertreter von Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan sowie vier auf Zeit gewählte Vertreter kleinerer Staaten, jeder mit gleichem Stimmrecht — die Kriegsverlierer wurden nicht aufgenommen. Weiterhin verpflichteten sich die Mitglieder zur Abrüstung auf ein Maß, das für seine eigene Sicherheit und die Ausführung internationaler Aufgaben notwendig ist.

Der Völkerbund wurde von Anfang an von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges dominiert — aus Enttäuschung über die Politik der europäischen Siegerstaaten zogen sich die USA aus der europäischen Politik zurück und unterzeichneten die Friedensverträge nicht. Um ihre Vormachtstellung zu wahren verhinderten Frankreich und Großbritannien die Aufnahme Deutschlands bis 1926, die Sowjetunion wurde erst 1934 Mitglied des Völkerbunds.

Mit dem Völkerbund kam erstmals ein weltweites Bündnis zur Friedenssicherung zustande, das jedoch nicht über militärische Mittel verfügte sondern lediglich wirtschaftliche Sanktionen verhängen konnte. Erfahrungen aus dem Völkerbund gingen nach dem Zweiten Weltkrieg in die Überlegungen zur Gründung der Vereinten Nationen ein.

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