Die Ethik der Hedonisten und Eudämonisten

Hedonismus und Eudämonismus sind zwei der frühesten überlieferten Formen von Ethik — als Vertreter sind uns beispielsweise Epikur und Aristoteles bekannt.

→ Was ist Ethik?

Hedonismus

Ein Hedonist orientiert sich am Faktor Lust. Epikur, ein bekannter Vertreter des Hedonismus definiert diese Lust als Freude oder Glück.

Der Hedonist versucht durch Vernunftentscheidungen einen Frieden der Seele sowie die Maximierung von Lust herzustellen, während Schmerz vermieden werden soll.

Vertreter des Hedonismus haben wenig Bedürfnisse — man muss nicht viel, sondern nur genug haben.

Eudämonismus

Der Eudämonismus deginiert die Glückseligkeit als Ziel des Lebens. Während jedoch die Hedonisten größtmögliche Lust oder die Abwesenheit von Schmerz als Glückseligkeit sehen, so kann sich die Glückseligkeit auch auf das Ziel beziehen. In diesem Fall ist auch eine teleologische Ethik anwendbar: Sie verlangt ein Handeln hin zu einem festgelegten sittlichen Ziel.

Aristoteles (384-322 v. Chr.), ein Vertreter des Eudämonismus, lehrt eine Theorie mit dem Namen Mesotes-Lehre. Das Richtige ist das Mittlere.

Durch tugendhaftes Handeln kann man selbst glücklich werden und zum Glück Anderer beitragen — „Was für mich als Menschen gut ist, ist auch für andere Menschen gut.“.

Doch was ist Glück? Kritik an Aristoteles Lehrmeinung fragt daher nach einer Definition für Glückseligkeit sowie nach dem Umgang mit der Möglichkeit, Tugenden gänzlich untugendhaft einzusetzen.

Platon (427-347 v. Chr.), der Lehrer des Aristoteles und Schüler des Sokrates, vereint in seiner Tugendlehre alle Tugenden um seine vier Kardinaltugenden:

Vernunft (Weisheit), Mut (Tapferkeit) und Begierde (Besonnenheit) werden durch die Gerechtigkeit gesteuert und ausbalanciert.

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