Die steigende oder lineare Erörterung

Es gibt verschiedene Arten von Erörterungen, u.a. die lineare und die antithetische. Beide sollen Fragen (Sach- oder Entscheidungsfragen) mit Argumenten begründen. Die lineare Erörterung soll einen Standpunkt begründen, die antithetische soll Pro- und Kontra-Argumente eines Sachverhalts gegenüberstellen.

Beispiele

Jede Sachfrage führt zu einer linearen Erörterung, ein Beispiel für eine Sachfrage wäre: „Welche Risiken birgt der Kauf eines Windows PCs?“

Jede Entscheidungsfrage führt zu einer antithetischen Erörterung, ein Beispiel für eine Entscheidungsfrage würde lauten: „Mac oder PC?“

Aufbau einer linearen Erörterung:

  1. Die Einleitung soll das Interesse des Lesers wecken und zum Thema hinführen, aber sie darf keine Argumente aus dem Hauptteil vorwegnehmen. Sie beginnt mit einem Einleitungsgedanken (ein aktuelles Ereignis, ein persönliches Erlebnis, eine allgemeine Feststellung oder ein historischer Rückblick), der zur Themafrage überleitet.
  2. Der Hauptteil beginnt mit einer, zur Themafrage gehörenden, These, die durch Argumente begründet wird. Bei der Aufstellung der Argumente gilt, dass das schwächste zuerst und das stärkste zuletzt aufgeführt werden soll. Am Ende des Hauptteils wird das Ergebnis als Fazit zusammengefasst, dieses Ergebnis muss der These entsprechen und sich gedanklich nachvollziehen lassen können. In der These kann man wichtige Argumente zwar wiederholen, sollte sie aber nicht wörtlich wiedergeben.
  3. Zur Abrundung der Erörterung dient der Schluss, dieser soll die dargelegten Gedanken in einen zeitlichen oder thematischen Zusammenhang einsetzten. Er muss sich auch auf das Thema beziehen sollte aber keine neuen Argumente beinhalten, dies kann man durch einen persönlichen Wunsch/Forderung, einen Hinweis auf ein verwandtes Thema, einen Ausblick auf künftige Entwicklungen oder durch das Aufgreifen des Einleitungsgedankens erreichen.
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