Gaius Julius Caesar: Leben und Werk

caesar_img1.jpgGaius Iulius Caesar (100-44v.Chr.) war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor.

Herkunft und Aufstieg Caesars

Caesar wurde am 13.Juli im Jahre 100 v.Chr. geboren und entstammt einer der ältesten Adelsfamilien Roms, die sich auf Aeneas und die Göttin Venus zurückführt. Durch diese vornehme Herkunft genoß Caesar eine hervorragende Ausbildung. Im Jahre 84 v. Chr. heiratete er Carnelia, die Tochter des Konsul Cinna. Durch diese Ehe geriet Caesar jedoch in Konflikt mit dem Diktator Sulla, der eine Scheidung verlangte. Caesar jedoch widersetzte sich und verließ Rom, wodurch er auch sein Vermögen verlor. 81 v. Chr. wurde er auf Grund der Fürsprache einflußreicher Freunde begnadigt, kehrte jedoch nicht nach Rom zurück. Nachdem er seinen Militärdienst abgeleistet hatte (80-78 v. Chr.) und dabei erste Auszeichnungen erlangt hatte, kehrte er nach Sullas Tod nach Rom zurück.

Im Jahre 70 v. Chr. begann Caesar seine Ämterlaufbahn (cursus honorum) als Quästor. Nachdem er dieses Amt in Südspanien bekleidet hatte, kehrte er nach Rom zurück und heiratete 68 v. Chr. eine Enkelin Sullas, durch deren großen Reichtum er seinen Aufstieg weiter vorantrieb. Dabei verschuldete er sich allerdings dennoch sehr hoch. Im Jahre 63 v. Chr. wurde er ins Amt des pontifex maximus, des höchsten Priesters gewählt. Im selben Jahr geriet er in den Verdacht, an der Verschwörung des Catilina beteiligt gewesen zu sein, es konnten jedoch keine Beweise erbracht werden. 62 v. Chr. wurde Caesar Statthalter in Spanien, wo er sich so bereicherte, dass er anschließend alle Schulden begleichen konnte. 60 v. Chr. bildete er mit Pompeius und Crassus, dem reichsten Mann Roms das erste Triumvirat; die drei Männer beschlossen, in Rom nichts mehr geschehen zu lassen, was einem der Triuvirn mißfällt. Im Jahre 59 v. Chr. erreichte Caesar als Consul die Spitze der Ämterlaufbahn.

Caesars Prokonsulat in Gallien

Nach seinem Konsulat übernahm Caesar die Verwaltung der Gallischen provinzen, was für ihn einen weiteren Machtgewinn bedeutete; um seine Macht und Reichtum weiter auszubauen trat er im Jahre 58 v. Chr. in den Krieg mit den Helvetiern (einem Gallischen Stamm) ein und eroberte in den Folgejahren ganz Gallien. Die Ereignisse des Krieges schrieb er in den sieben Büchern seines Werkes „De Bello Gallico“ nieder, von denen jedes je ein Kriegsjahr behandelt.

Der Bürgerkrieg

Vom Jahre 50 v. Chr. geriet Caesar im stärker in Konflikt mit Pompeius, was im Jahre 49 v. Chr. zum Bürgerkrieg führte. Dabei überschritt Caesar den Grenzfluss Rubikon und eroberte ohne nennenswerten Widerstand Italien und marschierte schließlich in Rom ein. Von dort nahm er die Verfolgung seiner Gegner um Pompeius (der sich nach Griechenland zurückgezogen hatte) auf. Zunächst schlug er die pompejanischen Legionen in Spanien, da er nicht über eine Flotte verfügte um Pompeius direkt zu verfolgen. Im Jahr 48 v. Chr. wurde Caesar erneut zum Konsul gewählt und führte seine Truppen zur Entscheidungsschlacht nach Pharsalos, bei der er Pompeius trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit schlug. Dieser floh nach Ägypten, wo er durch den König Ptolemaius XIII. ermordet wurde. In den Folgejahren errang Caesar weitere leichte Siege über die Truppen des Pompeius, bis der Bürgerkrieg im Jahr 45 v. Chr. beendet war.

Alleinherrschaft und Tod

Im Laufe des Bürgerkriegs wurde Caesar zunächst zum Diktator auf ein Jahr, später für 10 Jahre und 45 v. Chr. schließlich auf Lebenszeit ernannt. Bereits vor seiner Alleinherrschaft hatte er begonnen, umfangreiche Gesetzesreformen durchzuführen um das römische Staatswesen grundlegend zu erneuern.

Am 15 März (Iden des März) wurde Caesar durch eine 60köpfige Verschwörergruppe um Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longius in einer Senatssitzung ermordert.

Schriftstellerische Tätigkeit

Caesars bedeutendstes Werk ist sein Bericht „de Bello Gallico“, der sein Vorgehen im Gallischen Krieg beschreibt. Auf Grund seiner einfachen Sprache ist dieses Werk noch heute meist die erste lateinische Lektüre des Schulunterrichts. Neben den militärischen und politischen Aspekten entält es auch interessante Exkurse zur Kultur und Lebensweise der Gallier.

Auch über den Bürgerkrieg berichtet Caesar in seinen „Commentarii de bello civile“, das in drei Bücher unterteilt wird. Dieses Werk gilt allerdings als unvollendet, da es beim Alexandrinischen Krieg abbricht.

In seiner Jugend widmete sich Caesar zudem der Dichtung und verfasste Epigramme und eine Tragödie mit dem Titel „Ödipus“; diese Werke sind jedoch alle verloren gegangen.

Wirkung

Caesars herausragende Bedeutung spiegelt sich im Titel „Caesar“ wieder, den die künftigen Alleinherrscher Roms führten; er wurde auch in andere Sprachen übernommen, so leiten sich „Kaiser“ und „Zar“ von „Caesar“ ab.

Eine weitere bedeutende Leistung Caesars ist seine Kalenderreform, die Einführung des Julianischen Kalenders, der erst im 16. Jahrhundert, in Russland sogar erst 1918 durch den gregorianischen Kalender abgelöst wurde.

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5 Antworten auf Gaius Julius Caesar: Leben und Werk

  1. hans gustav sagt:

    schön ausgearbeitete details

  2. GR sagt:

    Grundsätzlich eine gelungene Zusammenfassung der vita des Caesars!
    Kleine Anmerkung:
    Diktator Sulla ist falsch, Sulla war der wichtigste und einflussrchste Mann im Staat.
    Der erste Diktator der römischen Geschichte ist Ceasar bzw. Augustus.

    • Brille sagt:

      Sulla war der erste Diktator Roms, angeblioch hat Caesar sich von ihm etwas abgeschaut … Sulla hat sich nur nicht so groß als „Alleinherrschender Diktator“ gezeigt.

    • Dur sagt:

      Falsch in der römischen Republik gab es das reguläre Amt des Diktators, welcher dann in Notsituationen vom Senat und den Konsuln auf 6 Monate gewählt wurde

  3. DerMüllschlucker sagt:

    FInde ich sehr gut gelungen

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