Organische und Anorganische Chemie

Im 18. Jahrhundert definierte man anorganische Chemie als die Chemie der Stoffe, die man in Mineralien vorfindet. Analog dazu war die organische Chemie mit den Stoffen betraut, die aus Organismen, also Planzen, Tieren oder Menschen stammen und von diesen produziert werden.

1807 formulierte Berzelius dies folgendermaßen:

Anorganische Stoffe
→ sind Stoffe der unbelebten Natur
Organische Stoffe
→ sind Stoffe der belebten Natur

Doch sollte diese Definition nicht lange währen. Als 1828 der deutsche Chemiker Friedrich Wöhler mit der Harnstoffsynthese aus Ammoniumcyanat das Feld der Biochemie eröffnete, war die Theorie des Vitalismus widerlegt. Diese vertrat nämlich die Idee, dass zur Erzeugung organischer Stoffe eine transzendente Lebenskraft, die vis vitalis, notwendig sei.

Heute nennt man die organische Chemie die Chemie der Kohlenstoffverbindungen — wobei bestimmte Verbindungen wie Kohlenstoffmonoxid (CO), Kohlenstoffdioxid (CO2), Kohlensäure (H2CO3) und Carbonate (z.B. Na2CO3) ausgenommen sind, sie sind nicht Teil der organischen Chemie.

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