Grundversuche zur Ladung

Zur Einführung des Begriffs der elektrischen Ladung gibt es viele anschauliche Versuche.

a) Reibungselektrizität

Jeder hat schon einmal den Effekt erlebt, den das Ausziehen eines Wollpullovers mit sich bringt — es knistert und es stehen einem die Haare zu Berge. Durch die verrichtete Reibarbeit entsteht eine Ladungstrennung — derselbe Effekt tritt auf, wenn man ein Stück Tesafilm von der Rolle abzieht. Schafft man es, dieses Stück an einen Gegenstand zu kleben, ohne dass es sich entlädt und fährt man mit dem Finger daran vorbei, kann man beobachten, wie es sich in Richtung des Fingers ausrichtet. Diese elektromagnetische Anziehung entsteht durch die unterschiedliche Ladung.

b) Ladungstransport mit Induktorkugel

Mithilfe einer Konduktorkugel, die auf einem isolierten Stab befestigt ist, kann man Ladungen transportieren. So bietet sich die Kugel an, wenn man eine Ladung mithilfe eines Elektrometers messen möchte — man kann sie sogar „Stück für Stück“ von einer Ladungsquelle auf das Elektrometer „löffeln“.

c) Faradayscher Käfig

Statt einer Kugel kann man auch einen „Becher“ als Ladungsquelle für unter b) beschriebenes Experiment nutzen. Hierbei lässt sich beobachten, dass das Elektrometer nur dann ausschlägt, wenn man mit der Konduktorkugel vorher die Außenseite des Bechers berührt hat — an der Innenseite wird die Kugel offenbar nicht aufgeladen. Dieser Effekt wird als „Faradayscher Käfig“ beschrieben — die Ladung sitzt auf der äußeren Oberfläche von Körpern.

d) Glimmlampe

Egal ob man positive oder negative Ladung mithilfe der Konduktorkugel an eine an den jeweils anderen Pol angeschlossene Glimmlampe bringt — ihr Aufleuchten ist immer an der „negativen“ Seite zu beobachten.

e) Elektrisches Kraftgesetz

Für alle Experimente mit Ladungen gilt: Gleichnamige Ladungen stossen sich ab, ungleichnamige ziehen sich an. Hält man beispielsweise einen Tischtennisball zwischen zwei Induktorkugeln, die jeweils positiv bzw. negativ geladen sind, wird der Tischtennisball zwischen ihnen hin und her pendeln. Er wird von der einen angezogen, lädt sich dort auf und wird daher sofort wieder abgestossen. Im Gegenzug wird er nun von der anderen Ladung angezogen und nach dortiger Entladung wieder abgestossen — dieses Spiel wiederholt sich, solange ein Ladungsunterschied zwischen den beiden Seiten besteht, der groß genug ist, den Tischtennisball zu bewegen.

Über admin

Admin und Chefredakteur von [exbook]
Dieser Beitrag wurde unter Physik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Grundversuche zur Ladung

  1. Pingback: Elektrische Stromstrke und elektrische Ladung | [exbook]

  2. Greg sagt:

    ich hab gehofft, hier meine hausaufgaben zu finden. 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.