Elemente des Hörspiels

Zur Geschichte des Hörspiels

Während das Hörspiel durch das wichtige Medium Radio in den 1950er Jahren immer populärer wird, wird es schon in den 1960ern zunehmend von Film und Fernsehen verdrängt. Nichtsdestotrotz sind Hörspiele auch noch im heutigen Zeitalter des Multimediaentertainment ein beliebtes Unterhaltungsmedium.

Akustische Ausdrucksmittel

Zu den akustischen Ausdrucksmitteln, die in einem Hörspiel Verwendung finden, zählen die Variabilität von Stimmen, Geräuschen und Musik, sowie die Stille. Durch Modulation dieser Elemente können die verschiedensten Informationen vermittelt werden, ohne dass hierzu eine wortreiche Erklärung notwendig ist.

Gestaltungsmöglichkeiten

Die im letzten Absatz beschriebenen akustischen Ausdrucksmittel lassen sich beispielsweise mittels Blenden, unterschiedlicher Lautstärke oder Geschwindigkeit, verschiedener Tonhöhe und Intonationen in die gewollte Richtung leiten. Desweiteren kann man das Hörspiel mit Mono- und Dialogen gestalten, eine Rückblende oder Vorschau einfügen (Zeitwechsel) sowie die Räumlichkeit, in der das Geschehen spielt, genauer beschreiben.

Wahrnehmung des Hörers

Ein Hörspiel erweckt beim Hörer das Gefühl, selbst Teil der Handlung zu sein. Man kann zwar nicht aktiv am Geschehen teilnehmen, doch man hat die Vorstellung, als stiller Beobachter teilzunehmen. So kann man nicht nur die Handlung warnehmen, sondern auch relativ genaue Beschreibungen von Personen, deren Stimmung und Situation, sowie Alter und Geschlecht erhalten.

Vergleich Hörspiel – Bühneninszenierung

Während ein Erzähler bei einer Bühneninszenierung nicht benötigt wird, stellt er einen wichtigen Part des Hörspiels dar und wird nur in seltenen Fällen außen vor gelassen. Durch das Fehlen der visuellen Informationen bietet das Hörspiel mehr Raum für die Fantasie des Hörers – eine Bühneninszenierung hat hier wesentlich präzisere Vorgaben, die der Zuschauer nicht ignorieren kann. Derselbe Grund ist dafür verantwortlich, dass bei einer Bühneninszenierung eine größere Personenzahl als bei einem Hörspiel möglich ist. Ohne das visuelle Element bietet letzeres weniger Anhaltspunkte, an denen man verschiedene Personen im Verlauf des Stückes wiedererkennen kann, was ein essentieller Bestandteil zum Verständnis ist. Auf der anderen Seite birgt dies auch Vorteile: Während in einer Bühneninszenierung zum Zeit- oder Personenwechsel Darsteller oder Kulissen ausgetauscht werden müssen, ist dies im Hörspiel ein geringer Aufwand, der beispielsweise Rückblicke erleichtert.

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