Die konstitutionelle Monarchie 1789-92

Im August 1789 werden nach dem Vorbild der Virginia Bill of Rights (1776) die Menschen- und Bürgerrechte durch die Nationalversammlung verabschiedet. Hiervon unberührt bleiben “natürliche Unterschiede”, was bedeutet, dass diese Gleichheitsrechte (zunächst) keine Anwendung auf Frauen, Kinder, Juden und Farbige fanden.

Im Oktober gab es noch eine “vierte Revolution”, die “Revolution der Frauen”: ca. 7000 Frauen, die für die Nahrungsmittelbeschaffung zuständig waren, bedrängten den König bis dieser die Reformgesetze bestätigte.

Im folgenden wurden durch die Nationalversammlung Assignaten (Schuldscheine) ausgegeben, die als Papiergeld verwendet wurden, aber bald durch Inflation ihren Wert verloren. Die weiterhin ausbleibenden Einnahmen waren der Grund für die Entscheidung von 1790, das Kirchengut zu verkaufen um die Staatskasse zu sanieren und den Einfluss der Kirche im täglichen Leben zu reduzieren. Um dennoch die Priester auf ihrer Seite zu behalten, verlangte die Nationalversammlung von ihnen einen Eid auf die gerade entstehende Verfassung, welchen die Mehrheit der Priester verweigerte. Diese klaren Loyalitätsbekenntnisse führten zur Spaltung der katholischen Kirche in Frankreich.

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