Das Ende des Feudalabsolutismus in Frankreich 1789

Unter dem Begriff der französischen Revolution 1789 verbergen sich im Grunde drei einzelne Revolutionen, die den monarchischen Absolutismus in eine konstitutionelle Monarchie umwandeln, die 1791 durch eine formelle Verfassung begründet wird.

Revolution #1: Juni 1789, Deputierte in Versailles

Da der dritte Stand seinen Anteil von 50% an den Generalständen durch die vom König geforderte Abstimmung nach Ständen (jeder Stand verhandelt für sich und bekommt in einer finalen Abstimmung je eine Stimme) nicht ausnutzen kann, verlangt er die Abstimmung nach dem Mehrheitsprinzip. Der Konflikt führt zur Gründung der Nationalversammlung am 17. Juni 1789, die aus dem dritten Stand sowie einzelnen Vertretern der anderen Stände besteht und als Repräsentant von 96% der Bevölkerung das alleinige Steuerbewilligungsrecht besitzt. Durch den sogenannten Ballhausschwur festigt die Nationalversammlung ihre Position und den Entschluss, bis zur Existenz einer Verfassung nach dem Vorbild der USA zusammenzustehen.

Revolution #2: Juli 1789, die Städte

Durch Arbeitslosigkeit und den hohen Brotpreis ausgelöste Unruhen in den Städten veranlassen den König dazu, ausländische Truppen um Paris zusammenzuziehen. Es bildet sich die Nationalgarde und die Bürger übernehmen die Stadtverwaltung. Am 14. Juli 1789 folgt der Fall der Bastille, woraufhin der König um einer Wiederherstellung der Ordnung bittet und mit der dreifarbigen Konkarde der Aufständischen Paris besucht.

Revolution #3: August 1789, die Bauern

Gerüchte über Räuberbanden und bevorstehende Militäreinsätze lassen die die große Furcht erlebenden Bauern in Panik ausbrechen. Sie stürmen Schlösser und Archive um Dokumente über Feudallasten und Grundbesitz zu vernichten. Die dadurch aufgeschreckte Nationalversammlung sieht sich zum Handeln gezwungen und beschließt die Abschaffung der Feudalrechte, unter anderem die Beseitigung des Frondienstes, der Leibeigenschaft, der Grundherrschaftsgerichte sowie des Zehnt.

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