Die Bördenzone – Beispiel für äolische Sedimentation (Löß)

Die norddeutschen Börden haben in Süddeutschland das Pendant der Gauen. Beide Namen bezeichnen dasselbe: Eine Börde ist genauso wie eine Gau schlicht eine Lößzone.

Was ist Löß?

Boden wird üblicherweise in drei Horizonte (Schichten) A, B und C eingeteilt. Hierbei steht C für die unterste Schicht (das Ausgangsgestein), B für den Einwaschungshorizont, der Aufbereitungsgestein beinhaltete und A für die oberste Schicht (der Auswaschungshorizont) die die Humusauflage enthält. Löß bezeichnet also nicht – wie fälschlicherweise oftmals angenommen – eine Bodenart, sondern eine Auflage.

Löß ist also:
  • staubfein
  • kalkhaltig
  • gelblich-braun
  • ein Lockersediment
  • bestehend aus Quarzkörnchen
  • von vielen Haarröhrchen durchzogen
  • locker
  • porös
  • mineralhaltig

und bietet dadurch eine gute Wasser- und Luftzirkulation sowie ein großes Wasserhaltevermögen.

Zur Entstehung von Löß

Löß ist entstanden in den Kaltzeiten des Pleistozäns. Es handelt sich um feinstes Material, das aus eisfreien, vegetationslosen Gebieten ausgeweht wurde und sich in vegetationsbedeckten Gebieten am Nordrand der Mittelgebirge angesammelt hat.

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