Die Insel Sylt

Sylt befindet sich als größte Nordsee- sowie Nordfriesische (und mit 99,14 km² viertgrößte deutsche) Insel ganz im Norden Deutschlands, sozusagen am Nordrand Schleswig-Holsteins. Für die Bedeutung des Namens „Sylt“ gibt es zwei Ansätze: Der eine leitet „Sylt“ vom englischen „sill“ (= Schwelle) ab, was zu der Bedeutung „Landschwelle“ führen würde. Der andere Ansatz geht vom dänischen Wort „Sild“ aus, was Hering bedeutet – als Ursache wird die ehemals hohe Aktivität der Sylter Seefahrer am Heringsfang herangezogen.

An der Westseite brandet die Nordsee, hier erstreckt sich ein weißer Sandstrand. Zum Osten hin liegt das Wattenmeer, das bei Niedrigwasser den Boden zwischen der Insel und dem Festland freigibt – durch das Wattenmeer zieht sich der Hindenburgdamm, durch den die Insel Sylt mit dem Festland verbunden ist. Sylt ist in Nord-Süd-Richtung 38 km lang, die Breite variiert zwischen 380 m und 12,6 km.

Wie ist Sylt entstanden?

Seinen Ursprung hat Sylt in der letzten Eiszeit, als sogenannte Geestkuppen durch sandige Ablagerungen entstanden sind. Sylt besteht aus 3 solchen Geestkernen, um die herum sich weitere Ablagerungen angesammelt haben, was zu deren Vergrößerung und letzendlich zur Insel Sylt geführt hat.

Die Form der Insel Sylt hat sich im Lauf der Zeit ständig verändert – heute ist durch eine starke marine Abvasion (Errosion und Fortspülen der Küste) aufwendiger Küstenschutz gefordert, um das touristisch sehr attraktive Sylt zu erhalten. Ohne die folgenden Maßnahmen würde Sylt jährlich um ca. 5 Meter kürzer werden – 2m im Norden, 3m an der Südspitze.

Küstenschutz

Um die Küsten Sylts vor der Errosion zu schützen hat man verschiedene Maßnahmen ergriffen. Zum „harten“ Küstenschutz zählt man Buhnen und sogenannte Tetrapoden, die an Stränden bzw. der Küste vorgelagert errichtet werden um die Brandung an ihrem Zerstörungswerk zu hindern – bei Tetrapoden (großen Betonklötzen) hat man allerdings das Problem, dass diese zum Teil im Sand versinken können. Auf der Gegenseite findet man den „weichen“ Küstenschutz, zu dem man sowohl angeschütteten Sand und Dünenbepflanzung zählt als auch das Freihalten des Küstensaums von jeglicher Bebauung.

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