Maßnahmen Friedrich I. (Barbarossa) zur Stärkung der Zentralgewalt

Um seine Zentralgewalt zu stärken, nahm Barbarossa (Friedrich der Erste; Zweiter Staufer-König und ab 1155 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation) folgende Maßnahmen vor:

Das Landfriedensgesetz

Mit dem Landfriedensgesetz von 1152 ging Friedrich I. gegen den sogenannten Getreidewucher vor, da es zu vermehrter Hungersnot durch zu hohe Getreidepreise gekommen war.

Ausdehnung des Königsgutes und Einsatz von Ministerialen

Barbarossa legte sein Hausgut (Besitztümer der Familie der Staufer) mit dem Königsgut zusammen und vergab heimgefallene Lehen nicht erneut um das Königsgut auszudehnen. Die Sicherung durch Pfalzen (Paläste) und Burgen erforderte den Einsatz von Ministerialen (Dienern) zur Verwaltung. Diese ursprünglich Unfreien Verwalter bildeten einen neuen niederen Adel. Als Beispiel kann man hier den 1202 gestorbenen Markward von Annsweiler nennen, der als unfreier Legat des Kaisers in der Funktion des Reichstruchsess Sizilien verwaltete, jedoch ebenfalls ein Lehensmann des französischen Königs war.

Städtegründungen

Nach dem Vorbild der Zähringer haben auch die Staufer systematisch Städte auf Königsland gegründet, zu diesen zählen Ulm, Heilbronn, Tübingen und Ravensburg. In einer Art Bürgermeisterfunktion wurden Schultheiße als Abgesandte des Königs zur Verwaltung der militärischen, ökonomischen und administrativen Regalien (=Rechte des Königs) eingesetzt.

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